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Überblick über die Geschichte des Luftschutzes im Rhein-Kreis Neuss

 
ERSTER WELTKRIEG : LUFTANGRIFFE IM RHEIN- KREIS NEUSS

Dass der Rhein-Kreis Neuss während des Zweiten Weltkriegs stark von Luftangriffen betroffen war, ist allgemein bekannt. Jedoch gab es bereits im Ersten Weltkrieg Bombenabwürfe durch Kampfflugzeuge in dieser Region.
Zwar waren die damals noch verhältnismäßig seltenen Luftkriegsereignisse keineswegs kriegsentscheidend, dennoch demonstrierten sie die Gefahr im Falle eines zukünftigen Krieges, die von Luftangriffen zu erwarten war.
Eine Hauptsorge bestand darin, es könnten einmal chemische Kampfstoffe wie z.B.  Giftgas - "verpackt" in Bomben-  im Rahmen eines Luftkriegs auf die Zivilbevölkerung abgeworfen werden.

Im Ersten Weltkrieg war der Abwurf von Bomben so selten, dass die Einschlagorte quasi zu touristischen Attraktionen wurden. So reisten ganze Familien in die Städte, um die entstandenen Schäden zu besichtigen.

BILD: Bomben wurden im Ersten Weltkrieg noch per Hand aus dem Flugzeug geworfen

DIE GEFAHREN DURCH LUFTANGRIFFE

Die frühen Luftangriffe zeigten, dass die größte Gefahr von Bränden ausging, welche durch detonierende Bomben verursacht wurden.
Aber auch von Schäden an Gebäuden und fallenden Trümmerteilen gingen erhebliche Gefahren aus.
So konnte es neben schweren Verletzungen der Bewohner  auch zu  Verschüttungen kommen. Durch die Erschütterungen infolge der Bombendetonationen konnten die Menschen buchstäblich unter ihren Häusern begraben werden.

Eine weitere Gefahr ging von umherfliegenden Splittern sogenannter Sprengbomben aus, aber auch von herabfallenden Hülsen abgeschossener Flugabwehrmunition.

IM BILD: Halle zum Unterstellen von Luftschiffen in Düsseldorf nach einem Luftangriff im Ersten Weltkrieg

ERSTE VORBEREITUNGEN AUF EINEN  MÖGLICHEN LUFTKRIEG 

Diese durch die Bombenabwürfe während des Ersten Weltkriegs deutlich gewordene Bedrohungslage führte dazu, dass bis in den Anfang der 1930er Jahre hinein die theoretischen Grundlagen für einen effektiven Luftschutz erarbeitet wurden.
Aber nicht nur in der Weimarer Republik (1918-1933) befasste man sich intensiv mit dem Thema "Luftkrieg", sondern in ganz Europa. Durch die  schlechte wirtschaftliche Situation und die Sanktionen des Versailler Vertrags war es auf deutschem Gebiet jedoch nicht möglich, nennenswerte Luftschutzmaßnahmen zu realisieren wie beispielsweise den Bau von Luftschutzbunkern.
Es blieb lediglich bei einigen Lösch- und Verdunkelungsübungen.

IM BILD:  Liste zu Verlusten an Menschen und Sachschäden im Ersten Weltkrieg

 DER REICHSLUFTSCHUTZBUND- KONKRETE  KRIEGSVORBEREITUNGEN

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30.01.1933 änderte sich die Arbeit im Luftschutz schlagartig.
Die Nationalsozialisten trieben entsprechende Maßnahmen in der Annahme eines bevorstehenden Krieges, in welchem Luftangriffe eine entscheidende Rolle spielen sollten, sark voran.
Bereits drei Monate nach der Machtergreifung gründete man den Reichsluftschutzbund, um so die theoretischen Schutzmaßnahmen, welche bereits ausgearbeitet worden waren, konsequent in die Tat umzusetzten. Rückblickend zählt die Gründung des Reichsluftschutzbundes  mit zu den ersten konkreten Kriegsvorbereitungen. Im Jahr 1939 zählte der Reichsluftschutzbund etwa 15 Millionen Mitglieder, die Anzahl der Deutschen insgesamt belief sich auf knapp 80 Millionen.
Das Thema "Luftschutz" war zu dieser Zeit im Bewusstsein der Bevölkerung sehr präsent.

IM BILD:  Propagandaplakat

DIE AUFGABEN DES REICHSLUFTSCHUTZBUNDES

Der Reichsluftschutzbund diente als Dachorganisation, die sich um alle Fragen des Luftschutzes kümmerte. Die Hauptaufgabe lag darin, die Bevölkerung über die Gefahren, die von Luftangriffen ausgehen könnten,  aufzuklären. Schließlich hatte kaum jemand  bis dato ein feindliches Flugzeug gesehen oder Erfahrungen mit Bombenabwürfen gesammelt.

Um bei der Bevölkerung eine Bereitschaft zur Akzeptanz der neuen Schutzbemühungen sowie die Bereitschaft zum Eigenschutz für den Fall  von  Fliegerangriffen zu erzeugen, musste den Bürgern die Gefahr von Luftangriffen erst einmal bewusst gemacht werden.
Neben dieser Aufgabe widmete sich der Reichsluftschutzbund der Schulung der Bürger in Sicherheitsfragen rund um den Luftschutz, beriet Bauherren sowie Hausbesitzer und kontrollierte darüber hinaus die Einhaltung der Vorgaben zur Umsetzung der angeordneten Luftschutzmaßnahmen.

IM BILD: Familien-Brettspiel als Teil der Propaganda zur Vorbereitung auf Luftangriffe

LUFTSCHUTZ-EIN THEMA, DAS JEDEN  BETRAF

Der Reichsluftschutzbund hatte zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ca. 15 Millionen Mitglieder, die Mitgliedschaft war freiwillig. Man ließ sich hier für Aufgaben im Luftschutz ausbilden, wurde nach Kriegsbeginn z.B. Haus- oder Blockwart oder schulte andere Personen in Fragen des Luftschutzes.
Die Einberufung in Lehrgänge und Übernahme von Aufgaben im Luftschutz betraf  allerdings auch etliche Personen, die nicht Mitglied im Reichsluftschutzbund waren. 

Ab 1.September 1939 wurden die meisten Deutschen zum Dienst herangezogen. Gegen Ende des Krieges betraf dies fast jeden, der nicht zu jung, zu alt oder zu gebrechlich war. Genaue Zahlen zu den beteiligten Personen liegen nicht vor. Die Heranziehung konnte über das Luftschutzgesetz und die Notdienstverordnung erfolgen.
Nach letzterer konnte jeder zu Diensten im Luftschutz herangezogen werden, eine Altersbeschränkung nannten die Luftschutzgesetze hier nicht. Aber auch zu  jeder anderen Art von Dienstleistung konnten die Bürger verpflichtet werden, das Alter lag hier zwischen dem 15. und 70. Lebensjahr.
Zuwiderhandlungen wurden polizeilich verfolgt. 

 
IM BILD: Dieses Luftschutzgesetz galt im gesamten Reichsgebiet;  u.a. wurde der Bau von Luftschutzräumen für Neu- und Erweiterungsbauten ab 1937 vorgeschrieben.

DIE PFLICHTEN BEIM SELBSTZSCHUTZ

Selbstschutz- so lässt sich die praktizierte Organisationsform zur Realisierung flächendeckender Luftschutzmaßnahmen innerhalb der Bevölkerung recht treffend benennen. 

Dieses Konzept sah vor, dass für den Schutz aller Bürger im Falle von Luftangriffen ausreichend gesorgt sein sollte- vorausgesetzt,  jeder hatte  seinen eigenen Schutz vorgabengemäß umgesetzt.
So wurde u.a. der Bau von Luftschutzräumen im Kellergeschoss von Gebäuden bzw. Wohnhäusern ab 1937 bei Neubauten, Anbauten oder Sanierungen zur Pflicht.

 
IM BILD:  Werbung für ein Notaustiegs-Modul der Firma Mauser 



ORGANISATION IM  SELBSTSCHUTZ

Dieser Selbstschutz war folgendermaßen organisiert:
Die Wohngemeinschaft eines Hauses oder die Anwohner einer Straße wurden zu sogenannten Luftschutzgemeinschaften zusammengefasst.

An der Spitze einer solchen Gemeinschaft stand der Luftschutzwart. Diesem unterstanden die Hausfeuerwehr, Laienhelfer (heute Ersthelfer) und die Melder. In dem Wissen, dass wehrfähige Männer im Kriegsfall nicht im Luftschutz zur Verfügung stehen würden, bildete man überwiegend Frauen, Jungendliche und wehruntaugliche Männer aus. 

 
IM BILD:  Infomaterial zum Luftschutz zur Belehrung der Bürger

KELLER WURDEN ZU LUFTSCHUTZRÄUMEN 

Gemäß der staatlichen Weisung begannen die Bürger schon zu Friedenszeiten vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem Bau von Schutzräumen bzw. mit der Einrichtung anderer Schutzmaßnahmen.

Hausbesitzer waren dazu verpflichtet, einen Kellerraum zum Luftschutzraum umzubauen. Diese Arbeiten wurden größtenteils behelfsmäßig und somit günstig durchgeführt. Auf diese Weise konnte ein geeigneter Raum mit wenig Aufwand in Eigenleistung erstellt  werden. Die benötigten Einrichtungsgegenstände (z.B. Türen) waren sämtlich staatlich subventioniert und häufig nur mit einem Bezugsschein zu bekommen. Der Luftschutzkeller sollte die Bewohner nur für die kurze Zeit eines Luftangriffes beherbergen. Dafür wurde eine Zeitspanne von max. vier Stunden angenommen. So war der Schutzraum nur mit dem Allernötigsten ausgestattet und keineswegs ein Raum, in dem man Tage verbringen konnte. Außer dem spärlichen Notgepäck, welches aus den wichtigsten Dokumenten und einigen wenigen persönlichen Gegenständen bestand, konnten die Menschen nichts mit in den Schutzraum nehmen- zumindest ,wenn sich dieser nicht im eigenen Haus befand oder für viele Personen vorgesehen war.   

 

 IM BILD:  Preisliste für Luftschutzwerkzeug

ANFORDERUNGEN AN EINEN LUFTSCHUTZKELLER

Um als Luftschutzkeller zu gelten, mussten die umgebauten bzw. erstellten Räume folgende Vorgaben erfüllen:

  • Die Einsturzsicherheit musste gewährleitet sein. Die Schutzraumdecke musste in der Lage sein, das Gewicht der Haustrümmer im Falle einer Zerstörung zu tragen.


  • Ein Notausstieg musste vorhanden sein, falls der Haupteingang verschüttet werden sollte. Diese Notausstiege waren oft mit einem weißen Pfeil außen an der Hausfassade gekennzeichnet, damit Helfer  wussten, wo sie graben sollten, um die Insassen zu retten. Ein Luftschutzkeller verfügte also stets über zwei Zugänge.


  • Detonierende Bomben konnten gefährliche Matallsplitter erzeugen -eine Luftschutzkeller musste auch hier Schutz bieten, also splittersicher sein.


  • Gasdichtigkeit war eine weitere Voraussetzung für einen Luftschutzkeller. Wäre es zu einem Giftgasangriff gekommen, hätte man das Bauwerk luftdicht verschließen können, eine entsprechnde Gasschleuse gehörte dazu. Idealerweise hätte  ein Lüftungsgerät eingebaut werden können, mit dessen Hilfe  die Frischluftzufuhr durch entsprechende Luftaufbereitung weiterhin möglich gewesen wäre. Allerdings waren diese Geräte Mangelware, so dass selbst von staatlicher Stelle erbaute Lufschutzeinrichtungen in vielen Fällen nicht über Lüfter verfügten,obwohl deren Einbau ursprünglich vorgesehen war. Schutzräume, die dem Werksluftschutz dienten, waren hingegen häufig mit Lüftergeräten ausgestattet.


IM BILD: Grundriss eines Luftschutzkellers

DIE LUTSCHUTZPFEILE

Heute sind die Luftschutzkeller nur noch selten von außen erkennbar. Besonders in Neuss und Dormagen lassen sich aber noch immer Zeichen dieser privat angelegten Schutzräume  finden. Hier wurden Luftschutzräume mit weißen Pfeilen und dem Zusatz einer Ortsangabe kenntlich gemacht.
 
Dies hatte den Vorteil, dass man im Falle der Zerstörung des Hauses  gezielter mit der Bergung der Verschütteten beginnen konnte.

Zusätzlich konnten Passanten, die sich während eines Luftangriffs auf der Straße befanden, so einfacher den nächsten Schutzraum finden.
 
IM BILD:  Luftschutzpfeil an einer Hauswand

FLIEGERALARM

Das heutige Kreisgebiet wurde aufgrund seiner geographischen Lage häufig überflogen.
Bei den Angriffen auf Köln, Düsseldorf und das gesamte Ruhrgebiet führte die Flugroute der Bomber oft über den Rhein-Kreis Neuss. 

Da niemand vorhersagen konnte, wo genau die Bomben abgeworfen werden sollten, wurde die Bevölkerung bei jeder Sichtung eines feindlichen Flugzeuges durch Sirenen gewarnt und so dazu aufgefordert, die Schutzräume aufzusuchen. 

IM BILD:  Mobile FLAK bei Dormagen (FLAK= Flugabwehrkanone)

GEFÄHRDETE UND WENIGER GEFÄHRDETE STÄDTE- DREI KATEGORIEN

Die Städte auf heimischem Boden waren von den deutschen Behörden nach ihrer jeweiligen Wahrscheinlichkeit, zum Ziel alliierter Luftangriffe zu werden, in Kategorien eingeteilt worden.

Es gab drei solcher Kategorien, auch bezeichnet als erste, zweite und dritte Ordnung

  • Orte der ersten Kategorie galten als besonders gefährdet, wie z.B. Köln und Düsseldorf.
  • Orte der dritten und somit letzten Kategorie galten als deutlich weniger gefährdet und wurden wegen knapper Ressourcen wie Metall,  Zement und Sand weniger vor Luftangriffen durch z.B. Bunkerbau oder durch Flugabwehreinrichtungen geschützt.
  • Orte der zweiten Kategorie bewegten sich bzgl. des investierten Schutzaufwandes zwischen Kategorie 1 und 3.


Faktoren für die Festlegung dieser Kategorien waren beispielsweise  die Einwohnerzahl pro Fläche sowie das Vorhandensein von Industrie und kriegswichtiger Produktion. 
Die Städte wurden mittels unterschiedlich stark ausgebauter FLAK-Stellungen geschützt, hier kamen ab 1943 auch Mitglieder der Hitlerjugend als FLAK-Helfer zum Einsatz (FLAK= Flugabwehrkanone)

 
IM BILD: Mitglieder der Hitlerjugend als Luftwaffenhelfer am Erftwerk in Grevenbroich; hier wurde Aluminium verarbeitet- es handelte sich somit um eine kriegswichtige Produktion, die entsprechend geschützt wurde

RHEIN-KREIS NEUSS:  "NUR" LUFTSCHUTZ-KATEGORIE 3

Trotz der erhöhten Gefahr, Ziel von Luftangriffen zu werden, war der Bau von bombensicheren Bunkern außerhalb bestehender Gebäude bis Mai 1943 im gesamten Kreisgebiet verboten. 

Als Luftschutzort dritter Kategorie wurde bis dahin einzig und alleine auf die Maßnahmen des Selbstschutzes gesetzt.
In Luftschutzorten erster Kategorie baute man im Rahmen des sogenannten Führer-Sofortprogramms bereits ab 1940 bombensichere Bunker. Besonders gefährdete Städte wie Köln oder Düsseldorf wurden bei der Verteilung von Ressourcen (Baustoffen, Arbeitskraft, etc.) bevorzugt. 

 

Für die damals noch kreisfreie Stadt Neuss wurde eine höhere Gefahr durch Luftangriffe angenommen als für das restliche Kreisgebiet. Daher erfolgte hier die Einstufung in Kategorie 1.
So  wurden in Neuss bereits ab 1938 erste Luftschutzanlagen für die Zivilbevölkerung errichtet. Im Rahmen des bereits erwähnten Führer-Sofortprogramms erhielt die Stadt Neuss im Jahr 1941 darüber hinaus noch fünf Hochbunker zum Schutz der Bewohner.

 
IM BILD:  Zerstörung durch Bombenabwürfe in Neuss (Hafen)

 DIE ERSTEN ANGRIFFE DER ROYAL AIR FORCE 

Die Royal Air Force konzentrierte ihre Luftangriffe auf Wohngebiete  in Großstädten, Industrieanlagen und auf die Infrastruktur. So war das Kreisgebiet durch die Nähe zu Mönchengladbach, Düsseldorf, Köln und die umliegenden Industrieanlagen gleich mehrfach gefährdet, zum Ziel eines Angriffs zu werden.
Der Grund dür diese besondere Gefährdung bestand darin, dass Bomber, welche ihr Hauptziel wie z.B. Düsseldorf oder Köln nicht erreichen konnten, ihre Bombenlast über sogenannten Sekundärzielen abwarfen.
Die Auswahl dieser Ausweichziele lag in der Zuständigkeit  der jeweiligen Flugzeugbesatzung. Wichtig war, dass die gesamte Bombenlast über feindlichem Gebiet abgeworfen wurde. Ein Rückflug nach England mit den Bomben an Bord war aufgrund der Treibstoffvorräte unmöglich.

 

In der Nacht vom 12. bis 13. Mai 1940, nur zwei Tage nach dem Beginn des Frankreich-Feldzugs, flog die Royal Air Force mit 35 Flugzeugen den ersten Luftangriff auf eine deutsche Stadt aus unserer Region.
Obwohl das Ziel die Stadt Mönchengladbach war, wurde auch in Grevenbroich/ Gindorf ein Haus zerstört und ein vier Monate altes Kind getötet.
Dieses Ereignis sorgte dafür, dass nun auch die letzten Hausbesitzer ihre Keller zu Luftschutzräumen herrichteten. In den darauf folgenden Monaten kam es immer wieder zu Angriffen vereinzelter Flugzeuge, die ihren lokalen Schwerpunkt in Neuss und Grevenbroich hatten.

IM BILD: FLAK-Stellung in Zons (FLAK= Flugabwehrkanone); zu sehen ist  hier das Mündungsfeuer bei Nachtn

 DIE NEUE STRATEGIE: TAUSEND-BOMBER-ANGRIFFE

Mit dem ersten Tausend-Bomber-Angriff auf die Stadt Köln am 31. Mai 1942 änderte die Royal Air Force ihre Strategie grundlegend. Man hatte die Erfahrung gemacht, dass die Erfolge der deutschen Flugabwehr erheblich sank , wenn die Anzahl der angreifenden Flugzeuge erhöht wurde.
Von diesem Zeitpunkt an flog die Royal Air Force ihre Angriffe auf deutsche Städte überwiegend mit mehreren hundert Bombern- daher die Bezeichnung Tausend-Bomber-Angriff.

 

 BERICHT AUS DER PFARRCHRONIK ZONS: 

"Am 31. Mai 1942 war der Großangriff auf Köln. Auch Zons wurde abends in Mitleidenschaft gezogen. Mondhelle Nacht, die Luft erfüllt von dem Brausen der Flugzeuge. Jeden Augenblick war ein neues Flugzeug in den Scheinwerfern. Auf der Scheinanlage in der Kuhweide, zwischen Zons und Stürzelberg, stürzte ein Bomber ab. Die 5 Insassen zum Teil verbrannt, zum Teil zerschmettert, da sich die Fallschirme nicht geöffnet hatten."

 

"1. August 1942 Großangriff auf Düsseldorf, der schon lange erwartet wurde. Zons blieb verschont, die Leute waren sehr aufgeregt, der Keller im Pfarrhause überfüllt. Der Heckhof brannte aus, das Vieh wurde gerettet. In Dormagen Brand in der Zuckerfabrik und in der Brauerei. 2 Häuser wurden vernichtet, 13 Personen getötet. An diesem Tage 3 mal Alarm. Vom Kirchturm aus den Angriff beobachtet. In Düsseldorf-Neuss über 10 km lange Feuersbrunst."

 
IM BILD:  FLAK-Feuer vom Flugzeug aus betrachtet




DIE LUFTANGRIFFE WURDEN ALLTAG

Zwar waren die Dörfer im heutigen Rhein-Kreis Neuss bis auf die Stadt Neuss nur selten primäre Ziele der Angriffe, trotzdem hatten auch sie erhebliche Verluste an Menschen und Material zu beklagen.     | 
 

BERICHT AUS DER PFARRCHRONIK ZONS :                                "März 1944,.... in den letzten Tagen waren ca. 1.000 feindliche Flugzeuge über Deutschland, zu Hunderten überflogen sie Zons, die großen Luftschlachten fanden statt... Die Leute haben sich so an die Alarme gewöhnt, dass, wenn nicht Hauptalarm mit unmittelbarer Gefahr ist, das Leben ruhig weitergeht."

IM BILD:  Luftschutzübung oder  für Propagandazwecke gestellte Situation  (Aufsuchen des Schutzraumes)

 PRIVATE LUFTSCHUTZKELLER REICHTEN NICHT  

Im Jahr 1943 wurden die Bombardierungen und der damit verbundene Fliegeralarm, welcher durch Sirenen ausgerufen wurde, für die Bevölkerung zur täglichen Routine. Die zunehmende Zerstörung von Wohnraum und somit auch von privat angelegten Luftschutzkellern in Wohnhäusern machte die Frage nach "richtigen" Bunkern immer dringlicher. 

 

Im Mai 1943 wurde für den Landkreis Grevenbroich das Verbot zum Bau bombensicherer Bunker außerhalb bestehender Gebäude aufgehoben und gleich begann ein Ansturm auf die sehr knappen Ressourcen. So waren Kies, Zement, Stahl, Arbeitskräfte und Maschinen absolute Mangelware und nur mit Bezugsschein zu erhalten. Trotz dieser schwierigen Umstände entstanden ab Mitte 1943 bis Kriegsende etliche Bunker im heutigen Kreisgebiet.   

 

NOTIZ IM BESCHLUSSBUCH DER STADT GREVENBROICH:

"21.September 1943,... während bis Mai 1943 ein ausdrückliches Verbot für die Herstellung von Luftschutzbauten außerhalb der bestehenden Gebäude bestand und lediglich Kellerstützungsaktionen für Luftschutzorte 3. Ordnung infrage kamen, konnte erst von  

diesem Zeitpunkt ab der Bau von öffentlichen Luftschutzbauten (...) in Angriff genommen werden. 

Während zuerst Panzergräben nach dem Rheinhausener- bzw. Neusser-Typ mit einem Fassungsvermögen von 120 bzw. 108 Personen infrage kamen, werden neuerdings Rundbunker mit einem Fassungsvermögen von 47 Personen hergestellt."
(Anmerkung: Als "Panzergraben" bezeichnete man wegen seiner Stabilität einen bestimmten Tiefbunker-Typ, es ging hier hier nicht um eine Panzersperre) 

 

IM BILD:  Nächtliches FLAK-Feuer  (FLAK= Flugabwehrkanone)

DER KRIEG NEIGTE SICH DEM ENDE ZU

Die Jahre 1944 und 1945 brachten nicht nur für die Wehrmacht an allen Fronten Niederlagen, sondern auch immer stärker werdende Luftangriffe für die Zivilbevölkerung. Ende des Jahres 1944 gab es nur wenige deutsche Städte, die noch keinen Luftangriff erlebt hatten. Besonders westdeutsche Städte waren in den letzten fünf Jahren von Großangriffen betroffen. 

Obwohl der Krieg spätestens mit der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 verloren war, verlangte das Nazi-Regime unaufhörlich den Kampf gegen die feindlichen Truppen. Mit der Aufstellung des Volkssturms am 25. September 1944 wurden auch die letzten noch verbliebenen Männer zum Kriegseinsatz herangezogen. 
Da die deutsche Luftabwehr zu dieser Zeit nur noch bedingt einsatzfähig war, konnten die feindlichen Bomber quasi ungehindert ihre Einsätze fliegen.

 
IM BILD:  Scheinwerfer zur Unterstützung der Flugabwehr bei Dormagen

VOLKSSTURM -LETZTER VERSUCH DER VERTEIDIGUNG

Mit Voranschreiten des Krieges , der Zunahme der Fronten sowie durch die Verluste infolge der Kämpfe kam es zu einem immer größer werdenden Mangel an Soladaten zur Verteidigung des eigenen Staatsgebiets.

Mit dem Erlass über die Bildung des Deutschen Volkssturms vom 25.09.1944 konnten auch die letzten daheim verbliebenen Männer im Alter zwischen 16 und 60 Jahren zu den Waffen gerufen werden.
Im Kreisgebiet wurden alle volkssturmpflichtigen Personen am Ende des Jahres 1944 erfasst. Ihre Aufgaben reichten von Schanzarbeiten wie dem Bau von Panzer- und Straßensperren bis hin zur Verteidigung ganzer Ortschaften. Zu solch aussichtslosen Kampfeinsätzen kam es allerdings nur noch vereinzelt.
Als letztes Hindernis vor dem Rhein wurde bereits  ab Dezember  1944 die Erft zwischen Neuss und Erftstadt zu einer Stellung ausgebaut. Hastig angelegte Panzer-, Lauf- und Schützengräben sollten eine Verteidigungslinie bilden, die jedoch keine nennenswerte Auswirkung mehr auf das Kriegsgeschehen hatte.

ZEITZEUGENBERICHT:
" Ich war eingeteilt, um die Panzersperre vor unserem Haus zu verteidigen, meine Mutter hatte schon die ganzen Klamotten gepackt und die Flucht vorbereitet. Ich sagte: „Das geht nicht, ich bin eingeteilt, ich muss die Panzersperren verteidigen.“ Und da hab ich das einzige Mal von meiner Mutter Schläge bekommen. Das war gut so! Damit war der Krieg für mich beendet."
(Herr K ., geb. 1931)

IM BILD: Volkssturm-Kämpfer in Jüchen auf dem Weg in die Gefangeschaft


DIE LETZTEN KRIEGSTAGE IM RHEIN-KREIS NEUSS

Am 23. Februar 1945 überquerten Engländer und Amerikaner die Rur und drangen fortan immer näher auf das heutige Kreisgebiet vor. 

Dabei wurde jedes Dorf einzeln eingenommen und manchmal durch Tiefflieger und Artillerie so stark beschädigt, dass es für die Bodentruppen möglich war, die Orte mit relativ geringen Verlusten einzunehmen. Ende Februar 1945 erreichten die Truppen den Landkreis Grevenbroich. Die letzten Tage des Krieges verbrachten die Anwohner zumeist in Ihren Kellern und Bunkern. 

In den ersten Märztagen des Jahres 1945 wurde das heutige Kreisgebiet endgültig von der NS-Herrschaft befreit.

 

 IM BILD: Einmarsch der US-Streitkräfte in Dormagen


DER KRIEG WAR ZU ENDE, ABER DIE BUNKER HATTEN NOCH NICHT AUSGEDIENT

Nach Ende des Krieges wurden die Luftschutzbunker zwar nicht mehr zum Schutz vor Luftangriffen benötigt, aber für viele Bürger erfüllten die Gebäude  z.T. für einige Jahre einen sehr wichtigen Zweck. Etliche Bewohner v.a. großer Städte hatten bei Bombenangriffen ihre Wohnung oder ihr Haus sowie ihr gesamtes Hab und Gut bis auf das Notgepäck und einige Gegenstände, die noch auch den Haustrümmern geborgen werden konnten, verloren. Als Übergangslösung wurden die nun funktionslosen Bunker für Bürger, die sonst nirgendwo unterkommen konnten, zur notdürftigen Behausung.
Auch Flüchtlinge aus den Ostbereichen wurden in solchen Bunkern untergebracht.

Das Leben im Bunker war überaus beengt, unhygienisch und strapaziös. Zeitzeugen berichten von katastrophalen  Zuständen, aber den dort untergebrachten Menschen wäre als Alternative nur das Leben auf der Straße in der Obdachlosigkeit geblieben. 

Noch heute finden sich in machen Luftschutzbunkern Überbleibsel der damaligen Bewohner wie z.B. notdürftige Wanddekoration mit Tapetenresten, alte Teppiche, Bettgestelle, in Nischen eingebaute Regale, Alltagsgegenstände und Tageszeitungen der Nachkriegsjahre. 

 
IM BILD:  Wandgestaltung in der Wohnkammer eines Hochbunkers

Erster Weltkrieg: Karte zu  Bombenabwürfen in Köln während des Ersten Weltkriegs, die Abwürfe erfolgten im März, Mai und August 1918

Erster Weltkrieg: Bombenschaden von 1917  (in Baden)

Propagandaplakat  (zwischen 1933 und 1935)

Propagandaplakat (vermutlich nach 1938/39)

Propagandaplakat  (vermutlich nach 1938/39)

Propagandaplakat (vermutlich nach 1938/39)

Propagandaplakat (vermutlich nach 1938/39)

Ausbildung von Selbstschutzkräften im Kreis Bergheim (zwischen 1933 und 1939)

1937: Erinnerungsfoto an eine Luftschutz-Schulung ,
Ort unbekannt

Männer der SA (Sturmabteilung) fahren mit Bombenmodellen umher, um für den Selbstschutz zu werben; Ort und Zeitpunkt unbekannt

Von Bränden ging bei Luftangriffen die größte Gefahr aus, speziell von Brandbomben; hier: Infoblatt zur Vorbereitung auf den Notfall

Kindgerechte, spielerische Vorbereitung auf das Verhalten bei Luftangriffen

Familienbrettspiel zur Vorbereitung auf das Verhalten bei Luftangriffen

Propaganda- und Schulungsschriften zum Thema "Luftschutz"

Übersicht zur Einschätzung des Risikos von Luftangriffen

Anforderungen an einen Luftschutzkeller im Zweiten Weltkrieg

Splitterschutzvorrichtungen aus Beton

Luftfilter, vermutlich kurz nach der Installation (Ort unbekannt)

Luftfilter in einem Hochbunker (Winkelturm)

Luftfilter in einem Tiefbunker

Luftfilter in einem Tiefbunker

Luftfilter in einem Tiefbunker

Luftfilter in einem Tiefbunker

Gasmasken für die Bevölkerung für den Fall von Giftgas-Angriffen

links: Volksgasmaske VM 37/ Fauengröße F

rechts: späteres Modell VM 40/ Männergröße M , gummisparend produziert

oben: Volksgasmaske VM 40 mit angesetztem Luftfilter und Bereitschaftsbüchse zum Mitführen der Maske  für z.B. kleinere Betriebe

unten:  Luftfilter mit Mundanschlussstück (schwarz) für den absoluten Notfall, falls zwar ein Filter, jedoch keine Maske zur Verfügung stehen sollte

Atemschutz für die Kleinen

Schutz vor Giftgas auch für Pferde; mehr als 9 Millionen Pferde bildeten das Rückgrat der Transportlogistik der Wehrmacht; die Priorisierung der Herstellung von Volksgasmasken für die Bevölkerung dürfte jedoch weitaus höher gelegen haben als die Produktion von Pferde-Schutzmasken

Gasmasken in einem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg

Gasmasken in einem Bunker des Zweiten Weltkrieg

 Luftschutzraum- Notfallzubehör, z.B. Luftschutzapotheke, Feuerlöscher, Eimer mit Sand zum Ersticken von Flammen, Gasmaske, verschiedenes Werkzeug, um sich aus dem evtl. verschütteten Schutzraum zu befreien und zur Brandbekämpfung

 Preisliste für Luftschutzraum- Notfallwerkzeug

 Preisliste für Luftschutzraum- Notfallwerkzeug

Verkaufsannonce für eine Luftschutz-Hausapotheke, Preis 29 Reichsmark

Beispiel für eine "vorschriftsmäßige Luftschutz-Apotheke"

Luftschutz-Hausapotheke

Teile der Bestückung einer Luftschutz-Hausapotheke 

Puder zur Behandlung von Brandverletzung durch Phosphor (weißer Phosphpr war enthalten in Brandbomben, selbstentzündend bei Luftkontakt, nicht durch Wasser zu löschen und schwerste  Verbrennungen  verursachend)

   Seite 1 der Zubehörliste  für die Ausstattung eines Luftschutzraums für 50 Personen

 Seite 2 der Zubehörliste  für die Aussattung eines  Luftschutzraums für 50 Personen

 Seite 3 der Zubehörliste  für die Aussattung eines  Luftschutzraums für 50 Personen

Speziallampe mit blauem Licht für die Verminderung der Sichtbarkeit von Behausungen bei Nacht; ob diese Lampen den vorgsehenen Zweck tatsächlich erfüllten, wird kritisch diskutiert- hergestellt wurde dieser Lampentyp aber bis Kriegsende

Preisliste für Wasserspritzen zur Brandbekämpfung

oben links und unten:  Handsirene im Taschenformat für die Alarmierung eines Wohnblocks oder für mittelgroße Firmen, welche nicht über eine zentrale Sirenenanlage verfügten

oben rechts: Luftschutzhelm zum Selbstschutz, dreiteiliges Modell aus Stahlblech in der sog. Gladiatorenform


 


oben: Batteriebetriebene Taschenlampe, typisch für Luftschutzanwendungen


unten: Zerstäuber für Entgiftungsmittel, um Giftstoffablagerungen auf Haut und Oberflächen zu neutralisieren; es gab hier die Wirkstoffe Chloramin und Losantin, Länge 43cm


Dynamo-Taschenlampe der Firma Philips/Eindhoven; 
wurde in großen Mengen ans Deutsche Reich geliefert


Werbeprospekt für eine motorbetriebene Luftschutz-Sirene


Befehlszentrale eines Bunkerwarts im öffentlichen Luftschutzbunker,
Ort und Zeitpunkt unbekannt


 Wandbeschriftung in einem Luftschutzbunker

 Wandbeschriftung in einem Luftschutzbunker

 Wandbeschriftung in einem Luftschutzbunker

 Beschriftung auf einer Luftschutztür

 Beschriftung auf einer Luftschutztür

 Wandbeschriftung in einem Luftschutzbunker

 Wandbeschriftung in einem Luftschutzbunker

Toiletteneimer (Notabort) in einem Luftschutzbunker

 Wandbeschriftung und Reste eines Notaborts in einem Luftschutzbunker

Luftschutzbunker verfügten z.T. über fest eingebaute Toiletten in Kabinen

Beispiele für Lichtschalter in  Luftschutzbunkern

Berkabelung in einem Luftschutzbunker

Beispiele für Verkabelung in Luftschutzbunkern

 

links: Überdruckventil, rechts: Telefonkabel (Aufschrift "Reichspost") 


Beispiele für Beleuchtung in Lufzschutzbunkern

Beispiele für Beleuchtung in Luftschutzbunkern

 

Bei Stromausfall wurden sog. Hindenburglichter bestehend aus fettgetränkter Papphülle und Talg mit einem Brenndocht verwendet; das starke Rußen dieser Lichter verschlechterte die Luft in den Schutzräumen 


Schutzraum in einem größeren Luftschutzstollen (Ort unbekannt); 
unterirdische Schutzräume waren meist je für max. 50 Personen vorgesehen, damit im Falle einer Verschüttung eben nur diese 50 Personen betroffen und die Zahl der Opfer so eher begrenzt war- aus diesem Grund bestanden viele Bunker aus mehreren gleichartigen Räumen für bis zu 50 Personen; in tiefer liegenden Anlagen ("Luftschutzstollen") waren die Räume auch größer, da die Gefahr von Schäden geringer ausfiel; die Sitzgelegenheiten in Luftschutzanlagen waren verschieden gestaltet- hier eine Anordnung wie in der Straßenbahn

 In Luftschutzräumen gab es z.T. unterschiedliche Aufenthaltsbereiche, z.B. für verletzte oder körperlich eingeschränkte Personen (hier :"Kriegsversehrte") oder Frauen und Kinder, um Schwächere so vor Rangeleien zu schützen und  Chaos zu vermeiden
 (Ort und Jahr sowie die Umstände der Entstehung des Fotos sind  unbekannt) 

  Im Luftschutzraum (Ort und Jahr sowie die Umstände der Entstehung des Fotos sind  unbekannt) 

 Im Luftschutzraum (Ort und Jahr sowie die Umstände der Entstehung des Fotos sind  unbekannt) 

  Im Luftschutzraum am Drahtfunk (Ort und Jahr sowie die Umstände der Entstehung des Fotos sind  unbekannt) 

 In großen Hochbunkern von Großstädten wie Berlin blieben Frauen und Kinder z.T. über Nacht, hier im Waschschraum; Ort und Zeitpunkt unbekannt 

 In großen Hochbunkern von Großstädten wie Berlin blieben Frauen und Kinder z.T. über Nacht, hier beim Abwasch; Ort und Zeitpunkt unbekannt 

 Luftschutzraum, 
Ort und Zeitpunkt unbekannt

In manchen Luftschutzanlagen finden sich Zeichnungen oder Notizen; z.T. aus der Phase der Erbauung, z.T.  von Schutzzuchenden und auch aus Phasen der Nachnutzung durch wohnungslose Bürger

Propaganda-Buch als Reaktion auf den ersten Tausend-Bomber-Angriff auf die Stadt Köln, erschienen 1943

Männer bei einer Brandschutzübung, 
Ort und Zeitpunkt unbekannt

Befüllung eines Löschwasserteichs, 
Ort und Zeitpunkt unbekannt

Luftschutzübung, 
Ort und Zeitpunkt unbekannt

Luftschutzübung, 
Ort und Zeitpunkt unbekannt

Luftschutzübung, 
Ort und Zeitpunkt unbekannt

Städtischer Entgiftungstrupp bei einer Übung um 1936; die Karren enthielten Chlorkalk, um die Straßen bei Bedarf zu entgiften,
Ort unbekannt

Städtischer Entgiftungstrupp bei einer Übung, 
Ort und Zeitpunkt unbekannt

Melder bei einer Übung; ihre Aufgabe bestand darin, im Falle eines Luftangriffs mit Zusammenbruch der Kommunikation die Verbindung zwischen einem Blockwart und dem  zuständigen Polizeirevier durch Botenfahrten oder -gänge aufrecht zu erhalten; ein Blockwart beaufsichtigte je einen Häuserblock aus mehreren Gebäuden und deren Bewohner; die Melder waren Jungen ab 14 Jahren, denen somit eine quasi-militärische Rolle zukam;
Ort und Zeitpunkt der Aufnahme sind unbekannt

Bau eines großen FLAK-Bunkers; die runden Podeste waren für vier große Geschütze vorgesehen (10,8 cm bis 12,8cm), die umlaufende "Kante" für leichte  Geschütze zur Nahverteidigung (2,0cm bzw. 3,7cm); solche FLAK-Bunker gab es lediglich in Hamburg, Berlin und Wien (Ort der Aufnahme ist unklar)

Notausstieg

Notausstieg

Notausstieg 

Pfeil zur Markierung des Notausstiegs

Luftschutzkeller

Tiefbunker,  hier war offenbar ein Ofen angeschlossen

Lüftungsklappe

Verbindung (Kriechgang) zwischen Kammern eines Tiefbunkers, um schneller den Notausgang zu erreichen

Luftschutztür in einem Tiefbunker, vom Schutzraum aus in die Gasschleuse hinein fotografiert 

Tiefbunker


Tiefbunker


Tiefbunker


Tiefbunker


Tiefbunker


FLAK- Stellung;
Ort und Zeitpunkt unbekannt


Horchgerät zum Aufspüren von Flugzeugen bei Dormagen (Zeitpunkt unbekannt)

Anzahl der Luftalarme in der Stadt Zons zwischen Mai 1940 und Februar 1945

Flugwache durch die Hitlerjugend im Juddeturm  in Zons 
(Zeitpunkt unbekannt)




Abwurf von Sprengbomben durch die US-Air Force 
(Ort und Zeitpunkt unbekannt)


Zerstörung nach einem Luftangriff um 1943 in Grevenbroich-Noithausen


Instandsetzungs- und Räumtrupp mit Pressluft-Stemmeisen bei der Beseitigung von Bombenschäden

Luftwaffentrupp mit Horchgerät, um Lebenszeichen von Verschütteten in Kellern und Hohlräumen zu orten;
Ort und Zeitpunkt unbekannt

Zerstörungen durch Bombenabwürfe im Rhein-Kreis Neuss

Zerstörungen durch Bombenabwürfe im Rhein-Kreis Neuss

Zerstörungen durch Bombenabwürfe im Rhein-Kreis Neuss

Zerstörungen durch Bombenabwürfe im Rhein-Kreis Neuss

Einnahme von Neuss am 2.März 1945 durch US-Truppen

Volkssturmkämpfer in Jüchen nach dem Einmarsch der US-Truppen ins Kreisgebiet; kurz vor ihrer  Gefangennahme oder bereits in Gefangenschaft

Marktplatz in Jüchen  nach der Eroberung durch US-Truppen

Die Luftschutzbunker hatten nach Kriegsende keine militärische Funktion mehr, dienten aber z.T. noch  über Jahre als Behausung für Wohnungslose, oft unter katastrophalen Zuständen

In manchen Luftschutzanlagen stehen noch Öfen , die von den Nachkriegsbewohnern hineingebracht und benutzt wurden

In manchen Luftschutzanlagen stehen noch Öfen , die von den Nachkriegsbewohnern hineingebracht und benutzt wurden

Dieses Regal stamm aus der Nutzung des Tiefbunkers als Wohnraum in der Nachkriegszeit 

Auch diese selbst gebaute Hakenleiste ist eine Spur der ehemaligen Nachkriegsbewohner

Diese Tapete zeugt von dem Versuch, in der Nachkriegszeit etwas Heimeligkeit in den für Luftschutzzwecke ausgedienten Bunker zu bringen

Dieses Radio stammt noch aus Kriegszeiten und wurde von den Nachkriegsbewohnern dort offenbar defekt zurückgelassen; solche Relikte ermöglichen uns auch heute noch einen kleinen Einblick in den Alltag der nachnutzenden Bewohner