Gasschutztüren

Unser Vereinslogo zeigt eine stilisierte Gasschutztür, die ein wesentlicher Bestandteil aller Luftschutzräume und Bunker war. In jeder Luftschutzanlage war mindestens eine dieser markanten Türen verbaut, wodurch sie zu einem klaren Erkennungszeichen wurden.   
Unabhängig vom Werkstoff mussten alle Türen gasdicht sein, um das Eindringen von Kampfstoffen zu verhindern. Dies wurde mittels einer Gummidichtung und durch Reibverschlüsse erreicht, die das Türblatt fest an die Zarge pressten.
Hochwertige Türen waren zusätzlich splitter- und trümmersicher und verfügten über ein Schauloch. Um eine Typenvielfalt zu vermeiden, wurden die Abmessungen und Ausführungen für gasdichte Schutzraumtüren in der DIN 4104 festgelegt. Eine einfache Schutzraumtür aus Stahlblech kostete 89 Reichsmark, eine massive, splittersichere Stahltür 245 Reichsmark. Der durchschnittliche Monatslohn lag im Jahr 1944 bei 139 Reichsmark. Während des Krieges mangelte es besonders an Eisen und Stahl. Daher griff man bei der Produktion von zivil genutzten Schutzraumtüren zunehmend auf Baustoffe wie Beton und Holz zurück. Für militärische Bunker wurden weiterhin zentimeterdicke Panzertüren aus Stahl verwendet. Um sie trotz ihres hohen Gewichts montieren zu können, waren diese Türen häufig zweigeteilt. 

Technische Zeichnung einer Gasschutztüre.

Gasschutztüre mit 4 Reibverschlüssen aus Stahl.

Gasschutztüre aus Beton.

Panzertüre.

Gasschutztüre aus Holz.